Gottesdienst und Suppezmittag am Solidaritätssonntag am 15. März 2026

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Jugendliche der 2. Oberstufe haben den Gottesdienst gemeinsam mit unserem Pfarrer, Ruedi Steinmann, vorbereitet und durchgeführt. Sie haben sich in das Thema Saatguat vertieft. Vor allem im Globalen Süden, das heisst in Kamerum (wofür die Kollekte bestimmt war) oder in anderen anderen afrikanischen und südamerikanischen Ländern. Wenige Konzerne sind Grossgrundbesitzer, betreiben Monokulturen und stellen Verbote und Bestimmungen auf über das Saatgut. Infolgedessen können Kleinbäuerinnen und Kleinbauern nicht mehr über ihr eigenes Saatgut verfügen.

Saatgut ist Grundlage von Ernährung und wurde seit vielen Generationen weiterentwickelt, ist robust und hat sich auch an veränderte Klimaverhältnisse angepasst. Sorten- und Artenvielfalt von Getreide, Obst und Gemüse sind gross. Das Wissen über Anbau wird durch Umweltspezialisten weitergegeben. Grossgrundbesitzer und Konzerne zielen vor allem auf guten Absatz mit grossem Gewinn ab, der aber der lokalen Bevölkerung nicht zugute kommt.

Aufbauend auf dem Grundsatz der Fastenaktion "sehen und handeln" steht die ökumenische Kampagne diesjahr unter dem Motto: "Wer Saatgut hat, kann Zukunft säen." Wir sehen zur Zeit viel Unerfreuliches: Not, Hunger, Ungerechtigkeit, Gewalt, Kriege, Brutalitätö, Chaos. Wie können und sollen wir handeln?

Dazu haben wir im Gottesdienst Botschaften durch Zitate aus der Bibel erhalten wie "Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!" (Mt 25,40) oder durch Gesangbuchverse wie "Wer dieser Erde Güter hat / und sieht die Brüder leiden / und macht die Hungrigen nicht satt, / will Dürftige nicht kleiden, / ist untreu seiner ersten Pflicht / und hat die Liebe Gottes nicht" (RG 798,2), aber auch durch Predigt und Gebet, und das alles eingerahmt von vierhändiger Orgelmusik. Das Zusammen-Feiern mit Jugendlichen, Familien, älteren und alleinlebenden Menschen hat mich Gemeinschaft erleben lassen.

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Dass wir einen Suppezmittag am liebevoll gedeckten Tisch geniessen durften, hat mir gefallen und mich froh und dankbar gestimmt. Diese Gruppe von Jugendlichen bedeuten für mich auch gute, hoffnungsvolle "Saat" für eine gerechte und friedlichere Welt. Ich danke euch herzlich für euren Einsatz, euer wertvolles Mit-Denken, Bedenken und Handeln am heutigen Sonntag.

Verantwortungsvoll leben, handeln, lieben im Kleinen oder Grossen, wünsche ich für uns alle. Solche gute, schöne Erlebnisse wie das heutige Feiern und Essen stärken unsere Hoffnung und daraus wächst Zuversicht.

Mit Dank, Alice Toggenburger

Fotos: D. Sommerhalder und H. Schwarz

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