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Historisches

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Kirche

Man vermutet, dass sich bereits 1396 eine Schlosskapelle an der Ringmauer der Schlossanlage befand, aus der 1610 eine Kirche entstand. Der Neubau einer Kirche wurde notwendig, da in diesem Jahre Grüningen zu einer eigenen Pfarrei erhoben wurde und einen eigenen Pfarrer erhielt. Erst 72 Jahre später, nämlich 1682 wurde aber die erste feierliche Pfarreinsetzung gefeiert und von diesem Moment an, wohnten die Pfarrer im Städtchen selbst. 1781 wurde die alte Kirche, auf Begehren der Bevölkerung, abgebrochen und eine neue, zeitgemässere Kirche erbaut. Die neue erbaute Kirche wurde am 30.11.1783 feierlich eingeweiht. In diesem Jahre wurde auch die damals noch bestehende Schlossbrücke weggeschafft und der alte Schlossturm abgebrochen sowie der Schlossgraben zugedeckt.

Weitere bauliche Höhepunkte waren:

  • 1895 Einbau einer Kirchenheizung
  • 1905 Installation einer Turmuhr mit Stunden- und Minutenzeiger sowie Viertelstundenschlag
  • 1908 Einbau einer elektrischen Beleuchtung

Wussten Sie übrigens, dass es um 1370 in Binzikon noch zwei Kapellen gab? Diese erhoben sich wahrscheinlich westlich der Landstrasse und waren in den Wiesen zwischen dem Schulhaus und dem Gasthof Adler gelegen.

Am 20. Oktober 1970 geschah das Unerwartete. Die Kirche stand in einem Vollbrand, der nicht nur die Kirche selber sondern auch die Dächer des Wehrturmes und des Schlosses sowie das obere Wohngeschoss zerstörte. Der Wiederaufbau gab dabei Gelegenheit, die Pfarrwohnung neu anzulegen und die Dienst- und Sitzungszimmer auf den 2. Stock zu verlegen. Die Ratsstube dient seither der Gemeinde Grüningen als Sitzungs- und Repräsentationsraum. Nicht nur die Pfarrwohnung wurde aber neu organisiert, auch der Innenraum der Kirche wurde bei dieser Gelegenheit neu gestaltet. Nach Genehmigung aller Pläne wurde am 15. Mai 1975 mit dem Wiederaufbau begonnen und am 20. März 1977 konnte die neue Kirche feierlich eingeweiht werden (Aufrichte: 27.02.1976 und Glockenaufzug am 18.09.1976).

Pfarrwohnung

Von 1815 bis 1831 war Grüningen Hauptort des Oberamtes Grüningen. In dieser Zeit amteten zwei Oberamtmänner in Grüningen, welche ihre Wohnung im Schloss hatten. Oberamtmann Escher räumte das Schloss am 2. Mai l831, worauf die Wohnung am 5. April 1832 dem damaligen Pfarrer von Grüningen, Kaspar Vogel, vom Domänendepartement mitgeteilt wurde, dass ihm einstweilen der obere Boden des Schlosses als Pfarrwohnung angewiesen werde. Eine treffliche Beschreibung des damaligen Zustandes der Pfarrwohnung findet sich auf Seite 49 des Bandes "Schloss und Kirche Grüningen". 1678 wurde in Grüningen ein Pfarrhaus erbaut, welches aber bereits 1832 vom Staat an einen Hafner verkauft wurde.

Am 06. Dezember 2009 genehmigte die Kirchgemeindeversammlung den Kauf des künftigen Pfarrhauses Aussergasse 2. Der Kauf wurde notwendig, da im Zuge der Entflechtung von Kirche und Staat (mit der neuen Kantonsverfassung) die Kirchgemeinde die Pfarrwohnung im Schloss aufgeben musste. Im Februar 2010 zog die Pfarrfamilie in das Haus ein. Seither ist das Schloss unbewohnt. Die Kirchenpflege strebt an, dort die Arbeitsräume des Pfarrers und der SD einzurichten.

Schloss

Urkundlich ist keine genaue Aussage möglich, doch weiss man, dass das Schloss und Städtchen Grüningen im Jahre 1228 stand. Die Entwicklung des ritterlichen Lehndienstes führte in dieser Zeit zu einem regen Bau von Burgen und Städtchen. Der wichtigste Teil der Schlossanlage war deren fester Turm. Sein Grundriss ist quadratisch, wobei die äussere Seite ungefähr 12 m und die innere ungefähr 4 m misst. Die Mauerdicke beträgt unten fast 4 m und in einer Höhe von 11 m noch immer deren 3,5 m.

Der Schlossturm von Grüningen gehört zu den sogenannten Rustikabauten, bei welchen die Sandsteinquader glattbehauene Kanten und Ränder haben, währenddem die innere Fläche roh belassen wurde. Die ursprüngliche Rustika des Turmes sieht man heute nur noch aus der Sicht des Schlosshofes bis auf die Höhe der Galerie. Der Rest des Turmes wurde vermutlich 1781 weggemeisselt, geglättet und verstrichen.

Südlich vom Turm befindet sich das dreistöckige Wohnhaus, welches 1563 erneuert wurde und etwa 13 m im Geviert misst, mit einer Mauerdicke von 2,40 m im Erdgeschoss. Der äussere Torbogen war ursprünglich rundbogig und wurde 1833 durch eine viereckige Türöffnung ersetzt

Herrschafts-/ Einzugsgebiet

Es wird vermutet, dass die Freiherrn von Regensberg das Schloss und das Städtchen Grüningen erbauten, zumal es in seinem Aussehen dem Städtchen Regensberg ähnelt. In einer Chronik von Bluntschli, welche zwischen 1704 und 1742 gedruckt wurde, lesen wir: "Grüningen die Herrschaft ist anno 1218 in gewaltigem Ansehen gewesen und hoch gehalten worden: Dann es damalen wie noch letzund 12 Pfar-Kirchen gehabt und ist mit Adel dermassen besetzt gewesen, dass sie mehr als 24 Schlösser und Edel-Knecht erhalten, da unter diesen 4 Freyherren waren."

Grüningen das Schloss mit einem angehenckten Stadtlein hat eine schöne Herrschafft und hat in der Länge 4 Stund in die Breite 2 Stund.

Vorgenannte Texte entstammen dem Band "Schloss und Kirche Grüningen" von Gustav Stricklar, Herausgeber: Heimatschutzgesellschaft Grüningen (Zweite erweiterte Ausgabe von 1977)

Die aktuelle Zeitgeschichte wurde von Michel Rubin aufgearbeitet.

 
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